... auf das Wettkampfgeschehen am Wochenende und kleiner Rückblick
Am nächsten Wochenende treten beim SRL-Qualifikationsturnier in Zwenkau die u13/u15 Nachwuchsspieler an, die kommende
Saison bei den Sachsenranglistenturnieren teilnehmen wollen, aber noch kein direktes Ticket in der Tasche haben. Da es
in Zwenkau nur für die ersten 6 eine Sachsenranglisten-Startplatzgarantie gibt, dürfte der Einsatz entsprechend hoch
sein, denn auf die Nachnominierungen vertrauen zu wollen, dürfte niemandes Ziel sein.
Eine, die sich um derartige Qualifikationen keine Sorgen machen muss, ist Nathalie Seidel (BV Marienberg). Sie
startet auch schon mal 2 oder 3 Klassen höher, wie zuletzt beim Carlton International Youth Tournament 2009. Die
Angehörige des Talente Team Deutschland sammelte kurz vor dem Jahreswechsel ordentlich internationale Erfahrung,
als sie bei eben jenem Turnier in Holland aufschlug.
Das Teilnehmerfeld war nicht nur international sondern auch reichlich besetzt, was schon daran zu sehen war, dass
ihre Gruppe im Mädcheneinzel die Nummer 24 trug. Aber immerhin schien es eine Glückszahl zu sein, denn gegen die
Holländerin und die Österreicherin in ihrer Gruppe siegte sie zweimal in drei Sätzen. Dies ist evtl. ein Trend,
den sie noch versuchen sollte, in den Griff zu bekommen, denn auch im Mixed mit ihrem Partner Eric Aufzug (SV Lok
Staßfurt) gewann sie - nach einem Freilos - ihre erste Partie erst nach drei Sätzen (den dritten dann 21:7). Sicher
ist es unnötig zu erwähnen, wie viele Sätze die nächste Mixedpartie dauerte, wobei man in diesem Fall mit einem
Dreisatzsieg sicher zufrieden gewesen wäre, denn leider kam hier "nur" eine Dreisatzniederlage heraus. Mit 25:23
war der Start ins Spiel gegen Sarrah Stannet/Tommy Banham (GB) noch gelungen, aber mit 19:21 und 17:21 kam dann
das Aus in den Folgesätzen. Wenig tröstlich ist da sicher, dass es im nächsten Spiel wohl sowieso vorbei gewesen
wäre, da mit Hall/Caljouw (Ned) die topgesetzten und späteren Finalisten auf der gegenüberliegenden Seite des
Netzes gestanden hätten.
Bleibt noch das Mädchendoppel. Mit ihrer spanischen Partnerin Maria Vijande gewann sie gegen die dänische Paarung
Lina Gregersen/Sofie Holmboe Dahl - auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen - in drei Sätzen. 22:20, 9:21 und
22:20 lassen jedoch Fragen aufkommen, ob der zweite Satz eine taktische Auszeit war, die Sicht in der Halle
Gittersee-Verhältnisse hat oder eben langsam die Kräfte nachließen? Letztere Theorie wurde im nächsten Spiel ad
absurdum geführt, oder die niederländischen Gegnerinnen Päivi Reckman/Sanne Schra waren einfach schwächer,
jedenfalls ist dies das erste zu berichtende Spiel, bei dem die Siegerin Nathalie Seidel nach zwei Sätzen
feststand (21:6, 21:10). Leider ist dies auch die letzte positive Meldung, denn das nächste Mädchendoppel
ging nach zwei klaren Sätzen an die Engländerinnen Nathalie Chan-Lam/Brodie Miller (16:21, 17:21) und bedeutete
das Ende in der Mädchendoppelkonkurrenz.
Nach der geschafften Qualifikation im Mädcheneinzel stand Nathalie in der KO-Runde der Französin mit dem wenig französisch
klingendem Namen Tatiana Ivanova gegenüber, die das Spiel aber mit viel Esprit und wenig Charme sehr schnell beendete.
Eine 8:21 und 10:21 Niederlage dürfte für Nathalie Seidel Seltenheitswert haben und hoffentlich nicht zur Gewohnheit
werden, lieber berichten wir auf der BVS-Homepage von knappen Dreisatzsiegen. Mit 5 Siegen und 3 Niederlagen konnte
Nathalie aber mit einer positiven Bilanz nach Hause fahren und jede Menge Erfahrungen gab es sicher auch dazu.
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