Der DBV hat ein Schulprojekt ins Leben gerufen, eine gute Idee wie ich finde
Auch auf sächsischer Ebene hat sich die Kooperation von Schule und Sportverein mehrfach bewährt. Vereine wie Radebeul,
Niederwürschnitz oder Zwenkau sind da nur einige Beispiele. Der Schulsportbeauftragte des BVS, Horst Richter, hat
eine kleine Anleitung verfasst, wie Vereine die Schulen zur Kooperation bewegen können und was Inhalt dieser Zusammenarbeit sein
kann. Es wäre gut für unsere Sportart, wenn einige Vereine sich hier engagieren und in dieser
Kooperation die Chance zur Weiterentwicklung erkennen.
Da Schülerzahlen rückläufig sind, Trendsportarten zunehmen und die modernen Medien ihr übriges tun, stellt die
Nachwuchsgewinnung eine echtes Problem für unser Sportart dar. Um Hier Abhilfe zu schaffen müssen alle Anregungen
in Betracht gezogen werden.
Die Idee Kooperation zwischen Verein und Grundschule herzustellen, ist nichts Neues. Der Zeitungsausschnitt von
1995 belegt dies sehr anschaulich, zumal in dieser Grundschultrainingsgruppe zwei aktuelle Regionalligaspieler
vom BV Zwenkau abgebildet sind. Also eigentlich ein alter "Hut". Dennoch gibt es Vereine, denen die Erfahrung auf
diesem Gebiet fehlen und die Unterstützung brauchen. Auch neue Aspekte, z.B. die Ganztagsschulproblematik müssen
bedacht werden. Damit die Zusammenarbeit funktioniert und beide Seiten profitieren, sind einige Voraussetzungen
unumgänglich:
1. Kontaktaufnahme:
- persönliche Gespräche mit der Schulleitung und Sportlehrern
- Info´s über Verein und Ziele des Projektes
- Darstellung der Vorteile für die Schule z.B. Kinder weg vom Computer, der Straße, Bewegung/Gesundheit, Vorteile unserer Sportart, …)
- bei Interesse der Schulleitung Erlaubnis der Teilnahme an Elternabenden, Vorstellung des Projektes mit dem entsprechenden Übungsleiter
2. Personelle Voraussetzungen:
- der wichtigste Faktor ist eine geeignete Person, 100% zuverlässig, pädagogische Grundkenntnisse im Umgang mit Kindern in dem Altersbereich und natürlich mit dem notwendigen Engagement
3. materielle Vorraussetzungen:
- die Halle darf nicht weit von der Schule entfernt sein
- Trainingszeiten müssen mit dem Zeitplan der Schule abgestimmt sein (nicht später als 18.00 Uhr)
4. Honorar:
- seit 2 Jahren besteht die Möglichkeit dieses Projekt mit Unterstützung der Schule als Ganztagsangebot laufen zu lassen
- dies muss von der Schule beantragt werden
- wird dann 15 Euro pro 45 Minuten vergütet
5. Trainingsinhalte:
- alles muss unter dem Aspekt "Spaß" organisiert werden
- Schnelligkeit und koordonative Fähigkeiten mit "Kleinen Spielen" schulen
- das Werfen wird besonders beim Zweifelderball oder bei der Zombihasche geschult
- zur Technikvermittlung unbedingt das Ballpendel nutzen
6. Unterstützung:
- für interessierte Vereine ist vielleicht ein Fortbildungslehrgang organisiert vom BVS eine Variante
- bei konkreten Fragen kann man sich auch direkt an erfahrene Übungsleiter/Trainer wenden (Andreas Benz, Jürgen Röhr)
7. Fazit
Um im Nachwuchsbereich nicht auf der Strecke zu bleiben, ist eine frühzeitige Werbung für unsere Sportart unumgänglich.
Hat man dann einmal diese Aktion gestartet, muss sie unbedingt ohne wenn und aber durchgesetzt werden, sonst droht ein Vertrauensverlust
und die Tür in der Grundschule ist zugeschlagen.
Für weitere vertiefende Fragen stehe ich als Schulsportbeauftragter des BVS gern zur Verfügung.
Hort Richter
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