58. Deutschen Meisterschaften in Bielefeld
Als einzige Vertreterin Sachsens war Nicole Bartsch (Robur Zittau) bei den Deutschen Meisterschaften in Bielefeld angetreten,
weitere Sachsen waren aber mit Janet Köhler (TSV Trittau) und Daniel Benz (SG Anspach) ebenfalls dabei.
Nicole kann man sicher dazu gratulieren, in allen drei Disziplinen eine Runde siegreich zu bestritten zu haben, im
Damendoppel ging es dank Freilos somit sogar bis in die dritte Runde. Dort war dann aber mit ihrer Partnerin Amelie
Oliwa (TSV Lauf) gegen die routinierten ehemaligen Nationalspielerinnen und Olympiateilnehmerinnen Nicol Bittner
(Rosenheim) und Karen Neumann (Hamburg) kein Kraut gewachsen, wobei diese letztlich auch mit dem Vizemeistertitel
heimfuhren, also definitiv noch nicht zum alten Eisen gehören.
Die Niederlage im Einzel gegen Lisa Heidenreich (Düren) war mit 22:24 und 15:21 sehr achtbar, stand doch immerhin eine
gesetzte Spielerin gegenüber, im Mixed war dann die Auslosung aus Sicht von Nicole endgültig hundsmiserabel, stand doch
in Spiel Nummer 2 bereits die favorisierte und spätere Meisterpaarung Ingo Kindervater und Birgit Overzier (beide BC Beuel)
auf der anderen Netzseite. Das Ergebnis von 13:21 und 11:21 war ziemlich genau der Schnitt aller Gegner dieser Paarung,
sodass mit einer besseren Auslosung vielleicht deutlich mehr drin gewesen wäre. Von daher sind Glückwünsche zu dieser guten
Leistung durchaus angebracht.
Alle Spiele von Nicole findet hier: [# click]
Daniel Benz Turnier verlief hingegen deutlich weniger erfolgreich. In zwei Disziplinen gestartet kam er insgesamt auch nur
auf zwei Partien, denn im Einzel schied er gegen den an 9/16 gesetzten Kai Waldenberger (Refrath) knapp mit 20:22, 22:20
und 15:21 aus, im Doppel schied er mit seinem Doppelpartner Patrick Krämer (Hanau) in zwei Sätzen mit 18:21 und 17:21
gegen Jan-Patrick Helmchen/Rene Nichterwitz (BC Eintr. Südring Berlin) aus.
Alle Spiele von Daniel findet hier: [# click]
Den erfolgreichsten Turnierverlauf eines Sachsen legte Janet Köhler hin. Im Mixed war sie gleich nach Nicole Bartsch
das nächste Opfer von Kindervater/Overzier, mit Jan-Collin Strehse (Wittorf) kam sie auf 12 und 13 Punkte, nach einem
vorherigen Sieg gegen Thomas Knaack/Heike Voigt (BC Smash Betzdorf) kam das Aus also in Runde 3.
Noch erfolgreicher verliefen die beiden anderen Disziplinen, bei denen sie jeweils ins Halbfinale vordringen konnte. Im
Doppel trat sie mit Katja Michalowsky (SV Unkel) an und "die ambitionierten Freizeitspielerinnen" (O-Ton Hallensprecher) zeigten
mal, dass sie auch besser gesetzten Spielerinnen den Spaß verderben konnten. So spielten sie im Viertelfinale gegen die
an 3/4 gesetzten Gitte Köhler/Carina Mette (Hamburg/Lüdinghausen) und bezwangen diese 15:21, 21:17 und 21:19. Da war zwar schon
abzusehen, dass die Kombination aus Links- und Rechtshänderin gelegentlich Probleme in er Mitte hatte, aber mit Kampf und
einer Menge sehenswerter Ballwechsel drehten sie das Spiel dann doch zu ihren Gunsten. Die Leistung des Schiedsrichters
war zwar nicht ganz so gut wie das Spiel selbst, aber zumindest fielen seine Fehlentscheidungen zu gerechten Teilen aus.
Im anschließenden Halbfinale gegen die an Eins gesetzten Sandra Marinello/Birgit Overzier (Düren/Beuel) sah der erste Satz bis
zur Pause ganz vielversprechend aus, danach ging er aber sehr deutlich mit 13:21 weg, sodass man fast davon ausgehen konnte,
dass Janet und Katja wie alle anderen Marinello/Overzier-Gegner gehörig unter die Räder kommen würden. Aber nicht mit
unserem Janetīl. Der zweite Satz war spannend, kampfbetont und wirklich sehenswert, schade nur, dass er durch ein paar
kleine Fehler zuviel (vom Aufschlagrichter abgepfiffener Aufschlag, gut herausgespielte Angriffe nicht erfolgreich abgeschlossen,...)
dann doch mit 19:21 verloren ging. Aber mit diesem Ergebnis waren sie immerhin die Paarung, die am nächsten an einem Satzgewinn
gegen die späteren Deutschen Meister dran waren!
Ebenfalls sehenswert war die Leistung im Einzel, wo Janet in Runde 3 gegen Kim Buss (Refrath) nach verlorenem Auftaktsatz
drei Durchgänge benötigte und dann mit Carola Bott im Viertelfinale eine Gegnerin hatte, die nach eigenen Aussagen toptrainiert
und gut in Form war - und zudem besser gesetzt als Janet war. Und man muss auch zugeben, dass Carola Bott durchaus das
ästhetischere Einzel spielte, bei Netzduellen hatte sie auch meistens die Nase vorn, aber das nützt am Ende nichts, wenn
eine Janet so kämpft, wie sie es in Bielefeld getan hat. In einem wahnsinnig spannenden ersten Satz siegte Janet mit 27:25
und damit zog sie ihrer Gegnerin auch den Zahn, der zweite Satz ging dann klar mit 21:13 an eine sichtlich glückliche Janet,
wobei sich Carola Bott in diesem Spiel aber auch verletzt zu haben schien, denn auf ihren Einsatz im Doppel verzichtete sie
daraufhin. Im Halbfinale musste Janet dann gegen Karin Schnaase (SCU Lüdinghausen) ran, die sich aber als eine Nummer zu stark
erwies. Nicht nur Sichtprobleme machten Janet zu schaffen, sicherlich ist es auch kein Vorteil, sozusagen aus der
"Kalten" bei Deutschen Meisterschaften zu starten, sodass die Niederlage im Halbfinale letztlich recht deutlich war. Dennoch
war es sehr schön, Janet bei Deutschen Meisterschaften zuzusehen, ja, es war sogar mehr als schön, es war phantastisch
und weil ichīs in Bielefeld verpasst hab, will ich Janet von hier aus nochmal zu dieser tollen Leistung beglückwünschen.
Alle Spiele von Janet findet hier: [# click]
Alle weiteren Ergebnisse findet Ihr hier: [# click]
Die Ausrichter-Website ist hier zu finden: [# click]
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