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seit 12.08.2006



Bericht

Online seit: Montag, 17.05.2010 23:45, Autor: André Künzel

23. Deutsche Meisterschaften o35

AK o35
In der Altersklasse der "Jüngsten" vertraten uns zwei Leipziger, zum Einen Candida Pretzsch und zum Anderen Matthias Brandt.
Im Herreneinzel machte das Matthias Brandt (DHfK Leipzig) auch gleich richtig gut, denn sein Auftaktmatch gegen Volker Eller (Refrath) gewann er nach missglücktem Start nämlich noch mit 8:21, 21:13 und 21:18, danach hatte er aber leider das Pech, auf Michael Kleibert (Bischmisheim) zu treffen. Pech deswegen, weil Michael Kleibert letztes Jahr Vizemeister im Einzel und Dt. Meister im Doppel geworden ist und auch dieses Jahr den Ball gut genug traf, um Matthias Brandt mit 21:10 und 21:7 doch recht deutlich aus dem Turnier zu nehmen. Dennoch ist dieser Viertelfinaleinzug aller Ehren wert.
Genau so weit kam im Dameneinzel seine Mannschaftskollegin Candida Pretzsch. Wie Matthias zunächst mit Freilos unter die Top 16 gekommen, schaffte sie mit einem 21:14, 21:10 Sieg gegen Susanne Glöckner (BC Beuel) den Sprung unter die besten 8, wo dann aber ebenfalls eine übermächtige Gegnerin wartete. Mirella Engelhardt (Stockelsdorf) kann den Vorjahresmeistertitel im Einzel und eine Doppelbronzemedaille 2009 für sich beanspruchen, so ist Candidas 16:21 und 14:21 Niederlage also sicher kein Beinbruch.
Im Doppel mussten sich beide Leipziger leider nichtsächsische Partner suchen, Matthias fand mit Uwe Weißenberger einen nominell starken Partner, mit dem es aber nicht für einen Sieg im ersten Spiel reichte. Markus Adrian/Dirk Ruberg (Wesel) erwiesen sich mit 17:21, 20:22 und 7:21 als zu stark, wobei der letzte Satz dabei gehörig aus der Rolle fällt. Auch hier bei Candida ein ähnliches Bild. Mit Daniela Frahm aus Ettenheim an der Seite geht es ebenfalls gegen eine Paarung aus Wesel und ebenfalls heißt ein Gegner Ruberg. Diesmal aber Stephanie und dazu die Doppelmeisterin des Vorjahres Michaela Huckriede. Entsprechend ist das Ergebnis mit 8:21 und 12:21 nicht schön, aber wohl zu erwarten gewesen.
Im Mixed ging es nun wieder etwas besser, gemeinsam gewannen sie Partie Eins gegen Michael Kleibert/Nicole Phoa (1. BC Bischmisheim/SG Dornheim) mit 21:19 und 21:17, dummerweise wartete danach mit Thomas Lambertz/Karen Neumann (TV Wehen/VfL 93 Hamburg) der Vorjahresmeister in dieser Disziplin. Wie stark sie sind, beweist leider das Ergebnis: 10:21, 10:21 aus der Sicht von Brandt/Pretzsch und damit natürlich das Turnieraus.

AK o40
Im Herreneinzel traten mit Holger Wippich (Robur Zittau) und Jörg Hutzler (BW Röhrsdorf) zwei Spieler an, denen man unter der Hand vielleicht mehr zugetraut hat als der Setzplatz vermuten lässt. Holger war auf 8 gesetzt und viele hätten wohl bei dem Spiel Holger Wippich - Rene Frank (Neukölln) ihr Geld auf Holger gesetzt - und es verloren. Ja, dumm gelaufen heißt es dann meistens, im Fall von Holger, dass er es diesmal leider nicht unter die letzten 8 geschafft hat. Dieses Ziel hat hingegen Jörg Hutzler erreicht, gegen Uwe Pawellek (TV Wettbergen) gewann er 21:13, 18:21 und 21:15 und zog so ins Viertelfinale ein. Der dort wartende Vorjahresvizemeister im Einzel und Doppel Thomas Knaack (BC Smash Betzdorf) war leider eine Nummer zu stark, das Ergebnis mit 17:21 und 18:21 durchaus achtbar.
Im Dameneinzel wurde der BVS ebenfalls durch eine Zittau/Röhrsdorfer Kombi vertreten, konkreter durch Marika Werner (Robur Zittau) und Kathrin Tröger (BW Röhrsdorf). Erstgenannte gewann ihren Auftakt gegen Andrea Hemmer (TV Witzhelden) ungefährdet mit 21:17 und 21:11 und musste dann gegen Vorjahres- und Diesjahresmeisterin Kerstin Wenk (Solingen) ran. Mit 19:21 und 12:21 hatte sie zusammengerechnet genausoviele Punkte wie die spätere Finalgegnerin, aber das hilft am Ende ja alles nichts, sie war raus im Viertelfinale. Schon eine Runde eher musste Kathrin Tröger das Turnier beenden, in einem Dreisatzkrimi unterlag sie der späteren Zweitplatzierten Andrea Findhammer (SC Bayer Uerdingen) mit 23:21, 12:21 und 21:18. Hätte sie dieses Spiel gewonnen, wäre eine Medaille recht wahrscheinlich gewesen, denn vom Ergebnis wäre das nächste Spiel einfacher geworden (Findhammer-Voigt 21:15, 21:12). Aber nunja, so reicht es "nur" für die besten 16.
Nun, auch das Herrendoppel ist eine Disziplin, wo man sich an den Kopf schlagen kann wenn man sieht, was mit ein wenig mehr Losglück hätte drin sein können. Matthias Kleibel/Holger Wippich (PTSV Rosenheim/SG Robur Zittau) dominieren das Spiel gegen Waldemar Garus/Alexander Kahl (TG Mülheim/Köln (21:16, 21:12)) - und treffen im Nächsten schon auf die späteren Deutschen Meister Thomas Bölke/Frank Hochstrate (Union Lüdinghausen/BV RW Wesel). Jetzt hat Holger Wippich zwar einen Viertelfinaleinzug geschafft, aber bei einem unzulässigen Ergebnisüberkreuzvergleich hätte er unter die letzten 4 gehört. Ähnlich sieht es bei Uwe Schöps/Jörg Hutzler (BV Niedersedlitz/BW Röhrsdorf) aus. Gegen Christian Berger/Marco Steppe (BSG Neustadt/Vikt. Herxheim) steht ein klarer Sieg zu Buche und danach dürfen sie gegen die an Zwei gesetzten und den späteren Meistern ebenbürtigen Ronald Glaschke/Frank Schröder (BG Neukölln/NTSV Strand) (im HF 21:18, 19:21, 18:21 gegen Bölke/Hochstrate) ran. Mit 14:21 und 15:21 ist die Niederlage etwas klarer als bei Kleibel/Wippich, aber bei einem Gegner aus der oberen Auslosungshälfte wäre vielleicht auch mehr drin gewesen.
Im Damendoppel traten neben den Einzelstarterinnen Tröger/Werner auch noch Ute Baldauf und Cornelia Sterzel (BV Marienberg/BV Annaberg) an. Und fast hätte es auch mit der Minisensation geklappt, verloren sie doch gegen die Maintalerinnen und an 5 gesetzten Beate Ebert/Ira Kühnel nur ganz knapp mit 21:23, 21:11 und 20:22. Warum kommen denn zum klaren Gewinn im zweiten Satz zwei knappe Niederlagen und nicht eine knappe Niederlage und ein knapper Sieg?? Im darauffolgenden Spiel (um Platz 3) wäre auch was möglich gewesen (Ebert/Kühnel erwiesen sich den späteren Dritten als gleichwertig (Ebert/Kühnel - Martina Allmannsberger/Susi Breitrainer 19:21, 24:22, 21:23). MHPF (Pressewartgrummeln)
Einen Lichtblick gab es ja dann doch noch, denn Kathrin Tröger und Marika Werner konnten mit Siegen über Ute Böttcher/Vera Pies (TV Dieburg/TV Bous 21:16, 19:21, 21:15) und über Mirella Engelhardt/Petra Mews (ATSV Stockelsdorf/RSV Ratzeburg (erstere war immerhin Vorjahresdritte in dieser Disziplin) 21:16, 21:14) den Halbfinaleinzug erreichen und wurden somit die jüngsten sächsischen Medaillenträgerinnen dieser Deutschen Meisterschaften. Dass die Bronzemedaillen keine edlere Farbe bekamen lag an den Vorjahresvize- und aktuellen Damendoppelvizemeisterinnen Susanne Flür und Anja Schwarze (BV RW Wesel/TV Blomberg) gegen die mit 14:21 und 18:21 einfach nicht genug Kraut gewachsen war.
Und noch eine Bronzemedaille gesellte sich hinzu und erneut war es Kathrin Tröger, die beteiligt war. In ihrem Mixed mit Jörg Hutzler stehen 3 Zweisatzsiege zu Buche, im zweiten Spiel sogar gegen die an Zwei gesetzten Landwehr/Flür (1. Spiel: Hans-Jürgen Felsner/Sabine Nitzlader (BSG Neustadt) 21:11, 21:19, 2. Spiel: Sven Landwehr/Susanne Flür (Bremer BC/BV RW Wesel) 21:19, 22:20, VF Christian Bauer/Judith Bienen (Cronenberger BC) 21:17, 21:19). So hätte es natürlich aus BVS-Sicht weitergehen können, ging es aber nicht. Mit Frank Schröder/Petra Mews (NTSV Strand/RSV Ratzeburg) kamen im Halbfinale die späteren Meister auf das Feld 5 in der Bitterbachhalle und mit 14:21 und 18:21 mussten Hutzler/Tröger deren Überlegenheit auch schnell anerkennen. Mit den erreichten 32 Punkten lagen sie aber insgesamt gesehen sehr gut gegen dieses Team, die Finalgegner hatten sogar einen Punkt weniger. Die zweite Hoffnung in dieser Disziplin waren Holger Wippich und Marika Werner. Gegen Frank Börsch/Andrea Hemmer (TV Witzhelden) ging es etwas holprig los, bevor das Spiel doch noch klar an die Zittauer ging (18:21, 21:11, 21:15).
Im nächsten Spiel, dem Viertelfinale, blieb diese Wende dann aber leider aus. Mit 12:21 und 16:21 war der Medaillentraum gegen die an Vier gesetzten Bernd Schwitzgebel/Ute Böttcher (1. BC Bischmisheim/TV Dieburg) rasch ausgeträumt.

AK o45
Im Herreneinzel hat ja Lutz Stegert (SG Meerane) aus sächsischer Sicht das Turnier eröffnet und entgegen aller Hoffnungen hat er dies nicht siegreich getan. Der Littfelder Rolf Horbach erwies sich mit 11:21 und 19:21 doch als zu stark und da Lutz der einzige Sachse im HE o45 war, fällt diese Disziplin somit in die Kategorie "weniger erfolgreiche Disziplin aus sächsischer Sicht".
Im Dameneinzel war ebenfalls nur eine BVS-Starterin dabei und die Leipzigerin Astrid Binnemann war aufgrund eines Freiloses auch ziemlich fix unter die Top 16 und danach leider ziemlich fix raus. Naja, fix ist nicht ganz richtig, 16:21 und 19:21 ist so ein Ding, knapp dran aber halt doch mit zwei Sätzen irgendwie deutlich, danach wäre es jedenfalls gegen die überragende neue Deutsche Meisterin Ilona Kienitz (Greifswald) gegangen, wo Astrid keine Chance gehabt hätte (wie alle anderen Starterinnen auch (Uschi Herrtrich verlor 10:21, 4:21)).
Im Damendoppel erkämpfte sich Astrid Binnemann dann aber den Viertelfinaleinzug, wenngleich er teilweise aus der Aufgabe der Gegnerinnen Sabine Richter/Renate Schmidt (SVE Hamburg/BSV Magdeburg) resultierte. Aber mit 18:21 und 21:11 war sie schon mit ihrer Partnerin Monika Pehl (DSC Kaiserberg) auf die Siegerstraße eingebogen, natürlich ist der 21:0 Sieg im dritten Satz einer, den man eigentlich nicht will. Danach ging es gegen die späteren Vizemeisterinnen aus Mülheim und Lüdinghausen, Charlotte Bucksteegen und Angelika Klönne. Diesmal ist fix auch das richtige Wort, mit 9:21 und 5:21 gab es keine Chance auf ein Weiterkommen ins Halbfinale.
Im Herrendoppel war es Lutz Stegert erneut missgönnt, einen Sieg zu feiern, wobei er sich mit seinem Doppelpartner, dem Nürnberger Thorsten Herfet, gegen die späteren Halbfinalisten Michael Huber/Michael Meitz (BC 58 Luckau/BSV Magdeburg) gut wehrte, mit 21:23 und 18:21 letztlich aber doch den Kürzeren zog.
Im Mixed probierten es unsere beiden o45er gemeinsam, aber das Mixed Stegert/Binnemann kam leider ebenfalls nicht zum Erfolg. Gegen die Littfelder Rolf Horbach/Annette Steger kann man zwar eine Steigerung im zweiten Satz festmachen, leider war diese nicht groß genug, dass es zu einem Satzgewinn gereicht hätte. Mit 10:21 und 18:21 kam nach einem Freilos das Aus in Runde 2.

AK o50
Das Herreneinzel begann aus sächsischer Sicht sehr gut, denn sowohl Frank Dietel (SG Meerane) wie auch Andreas Benz (Radebeuler BV) gewannen ihre Auftaktmatches. Da Andreas Benz ein Freilos hatte war er dadurch schon im Viertelfinale, eine Runde, die Frank Dietel durch Miles Eggers (BSV Gelsenkirchen) verwehrt wurde. Der an Vier gesetzte Miles Eggers besiegte Frank Dietel mit 21:19 und 21:16 und konnte sich danach bis ins Halbfinale vorspielen. Dies schaffte Andreas Benz leider nicht. Konnte er sich noch mit einem 22:20 Satzgewinn ins Viertelfinale vorspielen, wendete sich nun das Glück und nach 18:21 schied er mit einem 20:22 gegen Berthold Altenbeck (1.BV Mülheim) eine Runde vor den Medaillen aus.
Leider gibt es auch von Marlies Kiefer (HSG TH Leipzig) im Dameneinzel nicht Besseres zu berichten. Sie schied mit 9:21 und 11:21 gleich im Auftaktspiel gegen Gabriele Fischer (TG Worms) aus.
Im Damendoppel sah die Welt hingegen schon anders aus, mit Silvia Müller (BV Annaberg) gelang mit 21:11, 17:21 und 21:16 gegen Renate Bollin/Iris Lorenz (MTV Nordstemmen/Pro Sport 24) der Einzug ins Viertelfinale. Und am Einzug ins Halbfinale haben sie nicht nur geschnuppert sondern mal ordentlich inhaliert. Dabei sah es nach Satz Eins gar nicht gut aus, 9:21 deutete eher auf ein schnelles Ende hin, aber Kiefer/Müller holten sich gegen die an Drei gesetzten Bärbel Rockmann / Maren Schröder (SG Kelkheim/BV Friedrichsdorh) den zweiten Durchgang mit 23:21. Im alles entscheidenden dritten Durchgang ging es knapp zu, leider war das Glück mal wieder auf der falschen Seite, 19:21 ging der Entscheidungssatz und damit die Medaille verloren. Dennoch eine starke Leistung.
Im Herrendoppel gingen unsere beiden Sachsen Andreas Benz und Frank Dietel nicht gemeinsam an den Start, wobei das nur die wenigsten überraschen wird. Frank Dietel startete jednefalls mit Klaus-Dieter Kolbe (BSC Büderich) und hatte die Aussicht, bei einem Sieg gegen die Topgesetzten Friedhelm Fricke/Thomas Herttrich ran zu müssen. Vielleicht hat deswegen auch ein klein wenig der letzte Siegeswille gefehlt, vielleicht waren die Gegner Jürgen Becker/Hans Rhein (BC Neuwied) auch nur einen Tick besser, das Ergebnis 12:21, 21:14 und 16:21 bedeute jedenfalls das Aus in Runde Eins. Besser erging es da Andreas Benz mit seinem Partner Norbert Michalowsky (BSV Greifswald). Das erste Spiel der beiden (dank Freilos bereits in der 2. Runde) ging zwar ebenfalls über drei Sätze, im Gegensatz zu Frank aber siegreich. Mit 19:21, 21:17 und 21:15 konnten Hans-Dieter Nieth/Ronald Ritter (SG Kelkheim/1. Erfurter BV) aus dem Turnier geworfen werden. Ein Schicksal, das gleich darauf die Paarung Benz/Michalowsky teilte, denn erneut warf Miles Eggers einen Sachsen aus dem Rennen. Das 12:21 und 13:21 gegen Eggers/Altenbeck klingt sehr deutlich, aber immerhin schied Andreas gegen den späteren Deutschen Meister aus.
Im Mixed machte Frank Dietel dann die Erfahrung, die er sich im Doppel sicher unfreiwillig erspart hat. Mit Marlies Kiefer am Netz gewann er gegen Ulrich Schaaf/Brigitte Holtmann (SC GW Paderborn/1.SC Bd.Oeynhausen) das erste Spiel 21:19, 21:14 um im Zweiten gegen einen übermächtigen Gegner (die späteren Meister Frey/Bender) auszuscheiden. Auch Andreas Benz/Elke Rost ( Radebeuler BV/TSV Niederwürschnitz) schieden gegen diese Paarung aus, allerdings geschah das erst im Halbfinale. Mit Freilos, einem klaren Sieg (21:8, 21:16 gegen Bernd Fricke/Renate Bollin) und einem knapperen Sieg (20:22, 21:14, 21:16 gegen Ulrich Handschuhmacher/Dorothea Schenk) war die Medaille sicher, das kleine Wunder blieb aber leider aus. Mit 8:21 und 20:22 waren sie neben den Finalgegnern die einzige Paarung, die die späteren Meister knapp an einer Satzniederlage hatten.

AK o55
In dieser Altersklasse kann man den Hut ziehen vor Manfred Blauhut (DHfK Leipzig). Ungesetzt ging der Viertelfinaleinzug flott von der Hand, mit 21:8 und 21:9 war Dieter Lemme aus Clenze noch kein wahrer Prüfstein, doch der sollte sofort folgen. Der an Zwei gesetzte Manfred Rössler aus Langenfeld erwies sich seinem Setzplatz als würdig, aber nicht als stark genug, um Manfred Blauhut aufzuhalten. 14:21, 21:13 und 21:13 sind die Zahlen, die den Leipziger ins Halbfinale brachten, wo dann ein rein vom Ergebnis betrachtet leichtes Spiel anstand. Mit 21:16 und 21:14 über Robert Ziller (Söflingen) war der Finaleinzug in zwei Sätzen klargemacht, aber dort wartete mit Bernd Behrens (PTSV Singen-Schlatt) nicht irgendwer. Vorjahresvizemeister in Doppel und Einzel, dieses Jahr Mixedvizemeister, und naja, irgendwie passt da auch ein Vizemeistertitel im Einzel wird sich Manfred Blauhut gedacht haben und organisierte Bernd Behrens mit einem 21:18 und 21:18 den zweiten Platz und sich selbst den Titel des Deutschen Meisters im Herreneinzel o55.
Weniger erfolgreich verlief das Doppel hingegen. Mit dem Paderborner Ulrich Schaaf konnte Manfred Blauhut ein Spiel gegen Holger Breidohr/Hans-Werner Schmitz (TH Eilbeck/TV Soden-Stolzenfels) gewinnen, dann war aber gegen die an Zwei gesetzten und späteren Meister Ulrich Handschuhmacher/Peter Wolters (TV Witzhelden/Hülser SV) mit 14:21 und 15:21 Endstation.

AK o60
In der o60 geht die sächsische Erfolgsstory weiter, diesmal sorgt Gabriele Berge (HSG TH Leipzig) für die Goldmedaille. Im Dameneinzel gab sie auf ihrem Weg zum Titel keinen einzigen Satz ab, im Viertelfinale machte sie mit einem 21:15, 21:8 gegen Christine Krüll (BC Stockstadt) die Medaille sicher, das 21:18, 21:11 gegen die an Eins gesetzte Monika Regineri (TuS Wüllen) versilberte sie daraufhin und das 21:8, 21:18 im Finale gegen Helga Peeck (BC Biebrich) sorgte für das phantastische Erlebnis, Deutsche Meisterin zu sein.
Im Herreneinzel trat Fritz Popp (Meerane 02) an und scheiterte ganz knapp am Einzug in die zweite Runde. Mit 19:21, 23:21 und 18:21 verlor er hauchdünn gegen den Zotzenbacher Reinhold Pfeifer. Hätte Fritz Popp dieses Spiel gewonnen, hätte er aber eh danach gegen den späteren unangefochtenen Meister Michael Schnaase (Union Lüdinghausen) ran gemusst.
So ziemlich genau das ist dann im Herrendoppel passiert, einem Sieg im ersten Spiel mit Sigwart Geishler (BV Niedersedlitz) gegen Heinz Fraulob/Hans-Jürgen Jähnke (KWO Berlin/TSV Malente) mit 21:7, 21:18 folgte der Einsatz gegen die an Eins gesetzten Vorjahresmeister Gregor Bartmann/Gerhard Michaelis (TTC Brauweiler/TuS Ein. Bielefeld). Mit 17:21 und 10:21 war das Aus dann schnell besiegelte Sache.
Ein Sieg gegen Renate Obert-Siese/Dee Wawer (Hannover 96/Celler BC-21:15, 21:19) reichte Gabriele Berge/Heidi Menacher (HSG TH Leipzig/TSV Neuhausen) um Platz 3 zu erreichen, mehr wurde es leider nicht, denn die späteren Meisterinnen Brigitte Prax/Monika Regineri (SV Unkel/TuS Wüllen) hatten mit 21:15 und 21:11 etwas dagegen.
Im Mixed gingen zwei halbe Sachsenpaare an den Start, Gerd Pigola/Helga Peeck (HSG DHfK Leipzig/BC Biebrich) und Kurt Ehrler/Gabriele Berge (VfL Herrenberg/HSG TH Leipzig). Ehrler/Berge hatten ein Freilos und danach gleich den späteren Meister vorm Schläger. Dieter Prax/Brigitte Prax (Unkel) gewannen das Spiel 21:14, 16:21 und 22:20 und hatten damit ihren stärksten Konkurrenten schon recht früh aus dem Turnier befördert, denn so knapp verlief dann nicht einmal das Finale. Gerd Pigola/Helga Peeck (HSG DHfK Leipzig/BC Biebrich) hatten da nach ihrem Freilos mehr Glück und konnten Bodo Dernbach/Christine Krüll (TV Bensheim/BC Stockstadt) besiegen, womit das Halbfinale perfekt war. Dann mussten sie aber schon gegen die an Eins gesetzten Dirk Fratzer/Monika Regineri (1.FBC Marl/TuS Wüllen) ran, denen sie einen harten Kampf boten, letztlich aber mit 21:18, 16:21 und 17:21 verloren.

AK o65
Das Herreneinzel sah gleich drei Leipziger Starter, Matthais Kiefer und Rolf Binnemann von der HSG TH Leipzig und den an Zwei gesetzten Gerd Pigola von der HSG DHfK Leipzig. Am schlechtesten lief es für Rolf Binnemann, denn der verlor leider das erste Spiel gegen Adolf Spies (1. BC Herten) 14:21, 21:13, 10:21. Besser lief es da schon für Matthias Kiefer, der nach Freilos den Friedberger Gerd Pflug mit 21:15 und 21:18 besiegte und somit seinen Viertelfinaleinzug klargemacht hat. Weiter ging es leider nicht, denn Nummer Eins Dietmar Unser (Comet Braunschweig) beendete alle Träume mit 21:12 und 21:14. Ähnlich verfuhr er im Finale mit Gerd Pigola, der Viertel- und Halbfinale mit klaren Zweisatzsiegen gewinnen konnte und sich den Finaleinzug mit einem Dreisatzsieg über Hans-Hinrich Meyer (MTV Soltau - 14:21, 21:17, 21:14) erkämpft hatte. Das Finale war für Dietmar Unser mit 21:16 und 21:11 eine klare Angelegenheit, was den zweiten Platz für Gerd Pigola aber keineswegs schmälert.
Für das Doppel hatte die Paarung Gerd Pigola/Dietmar Unser (HSG DHfK Leipzig/Comet Braunschweig) nach dem Einzelergebnis natürlich Favoritenstatus, ein Status, dem sie voll und ganz gerecht wurden. Wackelig wurde es nur im Halbfinale gegen die an Zwei gesetzten Peter Gerth/Hans Schumacher (TSV Spandau/BC Bremen) als beide Sätze nur hauchdünn gewonnen werden konnten (22:20, 21:19). Das Finale gegen Fritz Runge/Wolfgang Schuch (SV Berliner Bären/BG Neukölln) war da mit einem 21:9 und 21:12 schon eine klare Sache und der Meistertitel ein hochverdienter Lohn.
Bis ins Viertelfinale schaffte es die Paarung Frank Geissler/Bernd Postl (HSG DHfK Leipzig/Radebeuler BV). Einem 21:16, 22:20-Sieg gegen Heiner Hanrath/Klaus Thiel (KTSV Preu. Krefeld/TB Wülfrath) konnte leider kein zweiter nachgelegt werden, der das Halbfinale bedeutet hätte. Mit 9:21 und 18:21 war man auch nur im zweiten Durchgang ebenbürtig, und das reicht auf dieser Ebene leider nicht. Noch eher war für Rolf Binnemann/Matthias Kiefer (HSG TH Leipzig) Schluss, mit 12:21 und 13:21 wurde gegen Helmut Friedrich/Heinrich Schäfer (OSC BG Essen-Werd.) der Viertelfinaleinzug verpasst.
Bei den Damen startete im Einzel nur Karin Teichmann (HSG TH Leipzig) und ihr Auftritt war leider nur ein Kurzer. Monika List (Pro Sport 24) beendete das Turnier von Karin Teichmann mit 21:14 und 21:17 bereits in Runde 1.
Dasselbe Schicksal ereilte sie im Damendoppel, wo sie mit Brigitte Kuschmann (Meißener SV) in Runde eins gegen die späteren Meisterinnen Renate Gabriel/Elvira Richter (BBC Bremen/BV Püttlingen) ran musste und mit 13:21 und 19:21 unterlagen. Da hatte Lorinde Hennig (BV Eibau) mit ihrer Partnerin Lieselotte Grunwald (TV Berenbostel) mehr Losglück, gegen Monika Krück/Elisabeth Schönfeld (BV Friedrichsdorf/1. BC Frankfurt) reichte es zu einem knappen 21:16, 16:21 und 21:15-Sieg, der mit dem dritten Platz gleichbedeutend war. Mehr wurde es nicht, da die späteren Vizemeisterinnen im nächsten Spiel mit 7:21 und 8:21 doch zu stark waren.
Im Mixed lief es für alle Paarungen mit sächsischer Beteiligung (Eberhard Schall/Lorinde Hennig (SV Fellbach/BV Eibau), Sigwart Geishler/Brigitte Kuschmann (BV Niedersedlitz/Meißener SV), Matthias Kiefer/Monika Krück (HSG TH Leipzig/BV Friedrichsdorf), Frank Geissler/Karin Teichmann (HSG DHfK Leipzig/HSG TH Leipzig) leider gleich schlecht, alle verloren ihr erstes Spiel. Am nächsten waren Eberhard Schall/Lorinde Hennig (SV Fellbach/BV Eibau) an einem Sieg dran, mit 22:24 und 19:21 unterlagen sie nämlich nur denkbar knapp gegen Georg Schönfeld/Elisabeth Schönfeld (1. BC Frankfurt).

AK o70
In dieser Altersklasse vertraten uns Peter Uhlig (Radebeuler BV) und Walter Kapferer (SG Meerane 02). Peter Uhlig konnte seinen Einzelwettkampf mit einem hauchdünnen 21:16, 15:21 und 23:21 Sieg beginnen, musste dann aber im Viertelfinale gegen den an Eins gesetzten Jürgen Krieg (BV Donaueschingen) seine Unterlegenheit anerkennen (18:21, 16:21). Besser lief es da für Walther Kapferer, der mit einem 21:0, 21:0 ins Turnier startete, bevor er wie Peter Uhlig einen knappen Dreisatzsieg feiern konnte (16:21, 21:13, 21:19 gegen Gerhard Grönboldt (Harburger SC)). Danach hieß auch für ihn der nächste Gegner Jürgen Krig, allerdings war der Spielverlauf diesmal ein besserer, denn am Ende hieß es 21:18 und 21:13 für Walther Kapferer. Im Finale gegen Siegfried Dutschke (Wyker TB) reichte es dann aber nicht für das perfekte Turnier, 17:21, 21:18 und 14:21 reichten am Ende für den tollen Vizemeistertitel.
Im Doppel taten sich beide Sachsen zusammen und gingen wie das heiße Messer durch die Butter. Der 21:8, 21:14 Sieg gegen Erich Dünnebier/Heinz Jaskolla (SB Heidenheim/BV Kassel) war das Ticket ins Halbfinale, mit dem ebenfalls klaren 21:13, 21:6 gegen die an Eins gesetzten Kurt Jendroska/Helmut Möller (1.BSC Bottrop/1.CfB Köln) war der Finaleinzug besiegelt. Und erneut machte Siegfried Dutschke einen Strich durch die sächsische Titelrechnung, gemeinsam mit dem Harburger Gerhard Grönboldt holte er sich auch diesen Titel, diesmal mit 21:14 und 21:10.
Da Walter Kapferer schon zwei Medaillen hatte, war es nur fair, dass Peter Uhlig im Mixed ebenfalls seine zweite bekam. Mit Lieselotte Grunwald (TV Berenbostel) war dazu nicht einmal viel Arbeit übrig, kampflos war der Halbfinaleinzug ein Kinderspiel (und leider auch Endstation). Gegen die späteren Meister Kurt Jendroska/Gaby Struck (1.BSC Bottrop/Bottroper BG) war das 17:21 und 19:21 ein gutes aber eben leider kein ausreichendes Ergebnis, um statt derer ins Finale zu kommen.

Hier folgt noch einmal eine Zusammenfassung der Platzierungen

AK o35

HE: VF Matthias Brandt (DHfK Leipzig)
DE: VF Candida Pretzsch (DHfK Leipzig)
AK o40
HE: VF Jörg Hutzler (BW Röhrsdorf)
DE: VF Marika Werner (Robur Zittau)
HD: VF Matthias Kleibel/Holger Wippich (PTSV Rosenheim/SG Robur Zittau)
DD: 3. Kathrin Tröger/Marika Werner (BW Röhrsdorf/ Robur Zittau)
MX: 3. Jörg Hutzler/Kathrin Tröger (BW Röhrsdorf)
AK o45
DD: VF Astrid Binnemann/Monika Pehl (HSG DHfK Leipzig/DSC Kaiserberg)
AK o50
HE: VF Andreas Benz (Radebeuler BV)
DD: VF Marlies Kiefer/Silvia Müller (TH Leipzig/BV Annaberg)
HD: VF Andreas Benz/Norbert Michalowsky (Radebeuler BV/BSV Greifswald)
MX: 3. Andreas Benz/Elke Rost (Radebeuler BV/TSV Niederwürschnitz)
AK o55
HE: 1. Manfred Blauhut (DHfK Leipzig)
HD: VF Manfred Blauhut/Ulrich Schaaf (DHfK Leipzig/SC GW Paderborn)
AK o60
DE: 1. Gabriele Berge (HSG TH Leipzig)
MX: 3. Gerd Pigola/Helga Peeck (HSG DHfK Leipzig/BC Biebrich)
MX: VF Kurt Ehrler/Gabriele Berge (VfL Herrenberg/HSG TH Leipzig)
AK o65
HE: 2. Gerd Pigola (HSG DHfK Leipzig)
HE: VF Matthias Kiefer (HSG TH Leipzig)
HD: 1. Gerd Pigola/Dietmar Unser (HSG DHfK Leipzig/Comet Braunschweig)
HD: VF Frank Geissler/Bernd Postl (HSG DHfK Leipzig/Radebeuler BV)
DD: 3. Lorinde Hennig/Lieselotte Grunwald (BV Eibau/TV Berenbostel)
AK o70
HE: 2. Walter Kapferer (SG Meerane 02)
HE: VF Peter Uhlig (Radebeuler BV)
HD: 2. Peter Uhlig/Walter Kapferer (Radebeuler BV/SG Meerane)
MX: 3. Peter Uhlig/Lieselotte Grunwald (Radebeuler BV/TV Berenbostel)


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