1. Südostdeutsche Rangliste der Jugend in Freiberg - ein Turnier der vergebenen Chancen
Am 22./23.09. fand die erste Südostdeutsche Rangliste in Freiberg statt. Die Altersklasse u17 und u19 spielten in der schönen
Heubner-Sporthalle.
Es wurde am Samstag in der Altersklasse u17 mit dem Mixed und bei den u19ern überraschend mit dem Einzel begonnen.
Im Mixed konnte sich die sächsische Paarung Hübner/Flemming und Maik Schoesau mit seiner baden-württembergischen Partnerin
Schallenmüller mit 3-Satz-Siegen ins Viertelfinale spielen. Leider mussten sich Anja und Patrick in einem spannenden Spiel in
drei Sätzen hauchdünn geschlagen geben und verpassten damit den Halbfinaleinzug. Maik und seine Partnerin verloren dann im
Viertelfinale relativ klar gegen die späteren Finalisten. Schoesau/ Schallenmüller belegten am Ende den 6. Platz und Hübner/Flemming
den 7. Platz. Chris Wenzel und Maria Kühne schlossen das Turnier durch zwei Niederlagen auf dem 13. Platz ab.
Man konnte sehen, dass wir in dieser Disziplin durchaus mit den besten Mixed-Paarungen mitgehalten haben. Wenn unsere Teams durch
die nötige Konzentration und das Quäntchen Glück die knappen Spiele zu Ihren Gunsten entscheiden würden, sind bei der 2.
Südostrangliste durchaus Podesplätze möglich.
In der Altersklasse u19 begann das Turnier viel versprechend. Svenja Wenzig, Tom Wendt und Sven Kamann konnten sich durch
konzentrierte Leistungen ins Viertelfinale spielen. Svenja und Sven gelang durch zwei knappe 3-Satz-Siege sogar noch der Sprung ins
Halbfinale. Hier war jedoch für Beide Schluss. Svenja bestätigte ihre tolle Einzelform und gewann im Spiel um Platz 3 erstmals gegen
Engelke Rasche (Bayern) und belegte somit den einzigen sächsischen Podestplatz. Sven Kamann wurde 4. und Tom Wendt belegte durch
eine überzeugende Leistung den 5. Platz.
Sven Kreher musste seiner Knieverletzung noch Tribut zollen und wurde 10. Gina Drotziger folgte im Dameneinzel u19 auf dem 11. Platz.
Das Turnier wurde in der u17 mit dem Einzel und in der u19 mit dem Mixed fortgesetzt.
Anja Hübner hatte leider leichte Startschwierigkeiten im Einzel und verlor ihr erstes Spiel im Viertelfinale. Was für ein großes
Potenzial Anja hat, zeigte sie in den nachfolgenden Spielen und belegte durch souveräne Siege am Ende den 5. Platz. Dieses Ergebnis
lässt auf die nächste Rangliste hoffen, denn bei Anja ist auf jeden Fall der Einzug ins Halbfinale möglich. Auch Maria Kühne schaffte
den Schritt ins Viertelfinale und wurde dann nach knappen Niederlagen 8.
Lisa Rutsatz belegte den 11. Platz. Patrick Flemming und Maik Schoesau gewannen ihre ersten Spiele und zogen ebenfalls ins
Viertelfinale ein, mussten sich dort aber nach sehr knappen Niederlagen geschlagen geben. Vor allem Maik zeigte eine gut Leistung
und wurde 6., Patrick beendete das Turnier als 8. und Chris Wenzel als 12.
In der u19 startete dann das Gemischte Doppel. Hier wollten Svenja Wenzig und Sven Kamann um die Treppchenplätze mitreden. Beide
enttäuschten aber und verloren im Viertelfinale gegen ihre Angstgegner Wadenka/Rasche 19:21 im 3.Satz. Nach einer weiteren
3-Satz-Niederlage wurde das Turnier mit einem unbefriedigendem 7.Platz abgeschlossen.
Kreher/Drotziger belegten den 10. Platz und Tom Wendt wurde mit seiner zugelosten Partnerin 11.
Am Sonntag wurde noch die Doppeldisziplin ausgetragen. Auch hier konnten die sächsischen Kaderspieler nicht ihr Potenzial abrufen.
Im Damendoppel der Altersklasse u17 hatten Anja und Maria wieder Startschwierigkeiten und verloren ihr erstes Spiel. Durch eine
große Leistungssteigerung und zwei Siege wurden die Beiden noch 5., ein Medaillenplatz in der nächsten Rangliste ist aber auch hier
möglich.
Maik konnte an seine guten Leistungen des Vortages anknüpfen und zog mit seinem bayrischen Partner Roth ins Halbfinale ein. Durch
zwei knappe 3-Satz-Niederlagen mit vergebenen Satz- bzw. Matchbällen sprang am Ende der 4. Platz heraus. Patrick wurde mit seinem
Partner 6. und Chris 8.
Bei den u19-ern zeichnete sich dasselbe Bild ab. Svenja verlor mit ihrer Partnerin Sonja Schneider (Baden-Württemberg) im
Viertelfinale 22:20 im dritten Satz und die Zwei verpassten den Halbfinaleinzug ebenso wie Sven Kreher und Sven Kamann, die in
3-Sätzen den Kürzeren zogen. Svenja beendete das Turnier als 5., die beiden Svenīs als enttäuschende 7.
Resümee:
Wir müssen ganz nüchtern betrachten, dass ein 3. Platz und zwei weitere Halbfinalteilnahmen eindeutig zu wenig sind und wir in der
Südost-Gruppe nur an der dritten Stelle stehen.
Wir haben gesehen, dass wir mit dem derzeitigen Trainingsstand mit den Spielern aus Bayern und BA-WÜ noch nicht ganz mithalten
können. Wir müssen wirklich in jeder Trainingseinheit das Beste geben und es muss uns klar sein, dass jede "vergammelte" Minute
verlorene Zeit im Hinblick auf unsere Ziele ist.
Wenn wir Spieler noch intensiver und effektiver im Heimtraining arbeiten und auch im Turnier einmal Nervenstärke zeigen und den
Schalter bei knappen Entscheidungen umlegen können, ist bei uns Spielern eine große Leistungssteigerung und eine Etablierung im
Spitzenbereich durchaus möglich. Das Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden, wir müssen es nur ausschöpfen.
Sven-Matti Kamann
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