Start Jugendwart 5. Wochenende Trainerausbildung C-Trainer Breitensport in Rabenberg
5. Wochenende Trainerausbildung C-Trainer Breitensport in Rabenberg PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ronny Matthes   
Mittwoch, den 19. August 2015 um 17:08 Uhr


Am Wochenende vom 14.8. - 16.8. 2015 trafen sich die Traineranwärter der Trainerausbildung C-Trainer Breitensport zum "Großen Finale" in Rabenberg.
An diesen letzten 3 Ausbildungstagen hieß es nun unser erworbenes Wissen im realen Trainingsbetrieb anzuwenden. Zeitgleich zur Trainerausbildung fand in Rabenberg das diesjährige Sommertrainingslager der sächsischen U13 und U15 Spitzenspieler statt. Diese bereiteten sich auf die anstehenden SüdOst-Ranglisten vor. Mit dabei waren im Rahmen des Projektes Mitteldeutschland einige Spitzenspieler aus Thüringen. Dieses Trainingslager wollten wir mit unserem Wissen aus den vergangenen Lehrgängen unterstützen.

In der Vorbereitung auf dieses Wochenende sollten wir, in Gruppen eingeteilt, jeweils ein vorgegebenes Thema ausarbeiten, welches wir im Laufe des Trainingsplanes vorstellen und in unseren Gruppen mit den Kindern umsetzen mussten. Dazu gehörte auch immer ein Erwärmungsprogramm.
Am Freitag hieß es die Themen mit unseren Ausbildern zu besprechen. Dabei machten wir uns ein Bild von den Kindern, um zu beurteilen auf welchem Niveau die einzelnen Gruppen trainierten. Die Aufgabe der Traineranwärter bestand darin, das Training auf das Niveau ihrer Gruppe anzupassen. Das Teilnehmerfeld bestand aus noch recht jungen Spielerrinnen und Spielern, sowie einigen, die bereits an Deutschen Meisterschaften und Masters-Turnieren teilgenommen haben. Alle hatten ein beachtliches Trainingsprogramm absolviert und waren gespannt auf unsere Unterstützung. Die nächsten beiden Tage standen unter der Überschrift: Doppeltechniken.
Am Samstag hießen die ersten Themen: Abwehr im Doppel, Ansatzlosigkeit im Hinterfeld, Racket - Speed, sowie Aufschlag und Aufschlagannahme im Doppel. Die Traineranwärter jeder Gruppe präsentierten und demonstrierten am Anfang jeder Einheit vor versammelter Mannschaft ihren Trainingsinhalt. Da so eine Präsentation vor so vielen Spielern und Trainern nicht immer ganz einfach ist und für manche überhaupt das erste Mal war, wurden wir von Björn und Frank tatkräftig unterstützt. Danach ging es auf die Felder, um das Thema in den Gruppen mit den Kindern praktisch zu üben und zu vertiefen. Unsere Ausbilder warfen immer wieder ein wachsames Auge auf unsere Arbeit, galt es doch alles in hoher Qualität zu absolvieren.
Wir hatten hier das außergewöhnliche Verhältnis von 2 Spielern auf einen Trainer. Dabei profitierten beide Seiten, hatten doch die Kinder fast ihren persönlichen Trainer zur Verfügung. Uns Traineranwärtern bot sich die Möglichkeit, sich einmal mit einem einzelnen Spieler länger zu beschäftigen. Nach dem Abendbrot stand dann freies Spiel von Kindern und Trainern auf dem Plan. Leider trauten sich nicht alle Kinder ihre Trainer herauszufordern, um das soeben gelernte anzuwenden. Einige spielten aber mit den "Großen" sehr gut mit und profitierten von den Erfahrungen dieser. Zum Abschluss des Tages gings in die Schwimmhalle und danach trafen wir uns zur Auswertung der Einheiten und zum Erfahrungsaustausch. Dabei wurden die Themen des nächsten Tages durchgesprochen.
Der Sonntag sollte für alle nocheinmal sehr viele Herausforderungen bereithalten. Das Thema des Tages lautete heute "Der breite Angriff im Doppel". Dieses wurde in Verbindung mit dem am Vortag angewandten Abwehrvarianten ausführlich trainiert. Danach stand der obligatorische Levellauf auf dem Programm, bei dem auch alle Trainer herzlichst eingeladen wurden. Einige von uns stellten sich der Herausforderung und mussten anerkennen, dass Franz doch noch einen Level weiter als alle anderen laufen kann. Wir fanden es sehr beeindruckend, wie einige Kinder nach so einem intensiven Trainingsprogramm ihre letzten Kräfte mobilisierten, um am Ende die Kadernorm oder eine persönliche Bestleistung zu erreichen. Hut ab vor den Kindern. Parallel zu unserem Wochenende liefen die Weltmeisterschaften im Badminton und dank Franks Hilfe verfolgten wir immer mit einem Auge das Herrendoppel- und Herreneinzel-Finale per Live-Stream im Internet. Nicht nur die Kinder konnten sich einiges bei den Profis abschauen und sehen wie weit man es im Badminton bringen kann. Am Ende trafen sich die Traineranwärter zum letztmaligen Erfahrungsaustausch und der Auswertung der Trainingseinheit. Es war wieder ein sehr anspruchvolles Wochenende, bei dem auch der Spaß nicht zu kurz kam. Nun sind wir gerüstet für die anstehende Prüfung, die wir im Oktober absolvieren werden. Einige von uns trainieren schon fleißig in ihren Vereinen mit Kindern und Jugendlichen. Ich denke die Grundlagen dieses Lehrgangs geben uns die Möglichkeit, unser Training auf hohem Niveau in den Vereinen durchführen zu können.
Bedanken wollen wir uns vor allem bei unsern Ausbildern Frank und Björn, die uns mit sehr viel Einsatz durch diese anspruchsvolle Ausbildung begleitet haben. Mit ihrem großen Erfahrungsschatz gaben sie uns manch wertvollen Tipp, erläuterten uns aber auch mit Engelsgeduld Themen, die den Weg nur schwer in unsere Köpfe fanden. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und ich kann nur allen ambitionierten Badmintonverrückten empfehlen so einen Lehrgang zu besuchen um ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiterzugeben. Ich spiele seit 38 Jahren Badminton, aber ich habe hier sehr viel gelernt, was man für die qualifizierte Vermittlung des Wissens über den schönsten Sport der Welt braucht.

Ronny Matthes

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 22. August 2015 um 08:11 Uhr
 
  

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„Ein Badmintonspieler sollte verfügen
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  • die Sprungkraft eines Hochspringers,
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    – Martin Knupp: Yonex-Badminton-Jahrbuch 1986 –
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