Start Pressewart Annika Schreiber mit drei Treppchenplatzierungen bei der DEM u15-19
Annika Schreiber mit drei Treppchenplatzierungen bei der DEM u15-19 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Stefan Adam   
Freitag, den 24. Februar 2017 um 22:37 Uhr
Am vergangenen Wochenende fanden in Bad Vilbel die Deutschen Meisterschaften in den Alterklassen u15-u19 statt. Aus Sachsen waren insgesamt 7 Spieler/innen am Start: Leonie Hänsel (Mix, Einzel), Samuel Hagist (Mix), Lucy Klügel (Doppel), Annika Schreiber (Einzel, Doppel, Mix), Annika Hofmann (Einzel, Doppel, Mix) Ludwig Bram (Mix, Einzel) und Judith Räder (Mix). Begonnen wurde am Freitag 12 Uhr, vorher fand allerdings die feierliche Eröffnung des Turnieres statt.
Samuel/Leonie waren dann die ersten, die von der sächsischen Delegation ins Turnier starteten. Leider konnten sie das Spiel nicht gewinnen, haben aber mit Sicherheit eine Menge Erfahrung sammeln können. Fast gleichzeitig griffen auch Ludwig/Judith und Annika Hofmann mit ihrem bayrischen Partner Jonas Grün ins Geschehen ein. Ludwig und Judith mussten recht schnell erkennen, dass ihnen die Gegner ein ganzes Stück überlegen waren, vor allem was die Schnelligkeit in den Beinen und am Schläger angeht. Und auch Annika und Jonas überstanden die erste Runde nicht und verloren denkbar knapp zu 24 und 19. Sie hatten allerdings mit Klauer/Fastenau auch die schwerste Auftakthürde zugelost bekommen. Annika Schreiber und Hauke Graalmann griffen, an 3 gesetzt, erst in der nächste Runde ein und konnten sich bis ins Halbfinale vorspielen. Dabei räumten sie unter anderem auch die Paarung aus dem Weg, gegen welche Ludwig und Judith verloren hatten. Das Halbfinale war dann aber nicht mehr drin, da Hauke noch mit den Nachwirkungen einer Krankheit zu kämpfen hatte. Dennoch der erste Treppchenplatz in diesem Jahr.

Ebenfalls am Freitag wurde noch eine Runde Einzel gespielt. Hier mussten sich Leonie, Annika Hofmann und Ludwig beweisen. Einzig Leonie konnte durch ein konzentriertes Spiel ihre Gegnerin bezwingen und durfte als Belohnung auch am Samstag wieder ran. Annika hatte mit Annalena Diks ein schweres Los, war aber dennoch nicht chancenlos. Nach verlorenem ersten Satz spielte sie im Zweiten mutiger und erarbeitete sich einige Satzbälle. Leider konnte sie keinen davon nutzen und verlor am Ende ihr Spiel. Auch Ludwig war nahe dran am Sieg. Im ersten Satz noch etwas zittrig, holte er sich mit starkem Kampf den zweiten Satz und führte auch im dritten Satz bis zur Halbzeit überlegen. Dann aber schien ihm sein Kopf einen Strich durch die Rechnung zu machen. Ein wenig zu vorsichtig agierend, konnte er sein Spiel nicht mehr so variabel gestalten und sein Gegner Roluf Schröder kam wieder Punkt für Punkt heran. Ab dem Spielstand von 17:14 für Ludwig konnte er leider keinen weiteren Punkt mehr landen und schied etwas unglücklich aus. Ein solches Erlebnis kann man getrost unter der Rubrik „fehlende Erfahrung in solchen Situation auf diesem Level“ einordnen. Am Abend gingen dann alle Sachsen gemeinsam beim Italiener essen.

Frisch gestärkt ging es am Samstag mit den Einzeln weiter. Hier hatte sich Leonie eine Zweitrundenpartie gegen Jule Petrikowski verdient und spielte ein solides Spiel. Erwartungsgemäß reichte es allerdings nicht zum Sieg. Man hat aber gut gesehen, in welchen Bereichen die deutsche Spitze viel besser ist als wir und woran wir am meisten arbeiten müssen: variablere Schläge aus allen Ecken und mehr Tempo beim Laufen. Anschließend musste auch Annika Schreiber ran. Sie gewann sowohl gegen Runa Plützer als auch Annalena Diks sicher in zwei Sätzen. Damit war das Halbfinale erreicht, welches erst am Sonntag gespielt wurde. Denn ab dem Nachmittag ging es dann mit den Doppeln los. Lucy und ihre Partnerin mussten gleich gegen die an zwei gesetzte Paarung Petrikowski und Fischer ran. Sie gaben ihr bestes, aber am Ende war das Spiel erwartungsgemäß nicht zu gewinnen. Noch schlimmer traf es Annika Hofmann und ihre Partnerin Jana Wiedemann. Gegen die an eins gesetzt Paarung mit der Überfliegerin im Damenbereich, Yvonne Li (sie gewann in allen 3 Disziplinen den Titel), war absolut kein Kraut gewachsen. Annika Schreiber konnte mit Miranda Wilson sowohl das Achtel- als auch Viertelfinale gewinnen und somit spielte Annika am Sonntag neben dem Einzel auch noch das Doppel-Halbfinale. Damit die nötige Energie dafür vorhanden ist, wurde der Abend beim Griechen verbracht.

Das erste Halbfinale am Sonntag bestritt Annika im Doppel. Das Spiel gegen Hingst/Küspert entwickelte sich zu einem wahren Krimi und war wohl mit das längste Spiel des Turniers. Am Ende mit dem besseren Ende für unsere Paarung. Mit einem 23:21 im dritten Satz erkämpfte sich Annika und Miranda somit das Finale. Super!! Danach ging es dann ins Einzel-Halbfinale, wo sie wiederum Stine Küspert gegenüber stand. Diesmal konnte Annika ihre Gegnerin allerdings nicht bezwingen und verlor glatt in zwei Sätzen. Dennoch bedeutete der dritte Platz die zweite Bronzemedaille. Und dann war ja noch das Finale im Doppel. Gegen Li/Petrikowski spielten die beiden Mädels sehr gut mit und brachten ihre Gegnerinnen ein ums andere Mal in Bedrängnis, vor allem im ersten Satz. Leider reichte es nicht ganz zum Satzgewinn. Und im zweiten schlichten sich leider zu viele einfache Fehler ein, um auf dem hohen Level Paroli bieten zu können. Somit blieb es also beim Vizemeistertitel, welcher dennoch aller Ehren wert ist und auf den Annika stolz sein kann. Denn nächstes Jahr ist sie die Jahrgangsältere und dann geht bestimmt noch mehr.

Als Fazit kann gesagt werden, dass den Zuschauern und allen anderen anwesenden über drei Tage tolles Badminton geboten wurde und das es für die Sachsen, mit Ausnahme von Annika, was besonderes war, bei einem solchen Turnier ihr Können zu zeigen. Es hat aber auch deutlich gezeigt, wo wir mit unseren Athelten im deutschen Vergleich stehen und wo die Defizite sind. Und diese sind mitunter schon erheblich. Vor allem auf der technisch-taktischen Ausbildung und im Lauftempo haben wir einen ordentlichen Rückstand. Dort müssen wir unbedingt ansetzen und Verbesserungen erzielen. Und es hat sich auch gezeigt, dass wir darüber nachdenken müssen, häufiger gut besetzte nationale und evtl. auch internationale Turniere zu spielen, um die Scheu und Nervosität bei solchen Events abzulegen. Häufig hat man gesehen, dass sich diese Aufgeregtheit negativ auf das Spiel ausgewirkt hat und somit nicht jeder sein Top-Level spielen konnte.
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 01. März 2017 um 20:49 Uhr
 
  

60. SILBERNE FEDERBÄLLE in Dresden am 02./03. September 2017



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Das Berichtsheft 2017 und die Satzungsänderungen sind online



„Ein Badmintonspieler sollte verfügen
  • über die Ausdauer eines Marathonläufers,
  • die Schnelligkeit eines Sprinters,
  • die Sprungkraft eines Hochspringers,
  • die Armkraft eines Speerwerfers,
  • die Schlagstärke eines Schmiedes,
  • die Gewandtheit einer Artistin,
  • die Reaktionsfähigkeit eines Fechters,
  • die Konzentrationsfähigkeit eines Schachspielers,
  • die Menschenkenntnis eines Staubsaugervertreters,
  • die psychische Härte eines Arktisforschers,
  • die Nervenstärke eines Sprengmeisters,
  • die Rücksichtslosigkeit eines Kolonialherren,
  • die Besessenheit eines Bergsteigers
  • sowie über die Intuition und Phantasie eines Künstlers.


  • Weil diese Eigenschaften so selten in einer Person versammelt sind,
    gibt es so wenig gute Badmintonspieler.“

    – Martin Knupp: Yonex-Badminton-Jahrbuch 1986 –
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