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Ein Interview mit ANNIKA SCHREIBER PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter Helbig   
Mittwoch, den 19. März 2014 um 13:10 Uhr

    1. Wie fühlt man sich (was für ein Erlebnis) nach dem 1. internationalen Erfolg?
      "Ich habe mich überhaupt erst mal sehr darüber gefreut, dass ich an einer EM teilnehmen durfte, denn es ist ein großes Event, wo man viele neue Erfahrungen sammeln konnte. Dass ich es mit meiner Doppelpartnerin geschafft habe eine Medaille zu holen macht mich glücklich. Ich bin auch ein bisschen stolz auf mich, denn das viele und harte Training hat sich ausgezahlt. aber genau deswegen werde ich jetzt nochmal eine Schippe drauflegen mit den Trainingseinheiten."
2. Verteidigung des DM Titels 2014 und noch erfolgreichste Spielerin?
    "Als ich zur DM fuhr habe ich mir als Ziel gesetzt den Doppeltitel zu verteidigen und diesmal wollte ich mir unbedingt auch den Einzeltitel holen. Im Mixed war unser Ziel bis ins Halbfinale zu kommen, deshalb war es für uns eine Überraschung, dass wir die Silbermedaille holten. Ich bin froh, dass ich meine Ziele erreichen konnte, doch natürlich darf man sich nicht darauf ausruhen, deshalb trainiere ich fleißig weiter und hoffe, dass der Wechsel nach Mülheim im kommenden Sommer erfolgreich wird."
3. Wie sieht die Planung für neue Saison 2014/2015 aus?
    "Wie schon erwähnt werde ich ab Sommer also im August auf die Sportschule nach Mülheim wechseln. Aber da ich meiner Heimat Sachsen sehr verbunden bin und ich hier sehr viele Freunde habe, werde ich, wenn es möglich ist vorerst Sachsenangehörige bleiben solang das möglich ist. Für die Saison habe ich mir vorgenommen weiter im Nationalteam zu bleiben, bei DM unter den Top Drei sowohl im Einzel als auch Doppel zu gelangen. Aber natürlich muss ich versuchen die Deutschen Ranglisten gut zu überstehen. Ich habe mir vorgenommen wieder zur EM U 17 zu fahren und an weiteren internationalen Turnieren und Trainingscamps teilzunehmen. Wieder eine Medaille auf internationaler Ebene zu holen wäre ein großes Ziel für mich, denn als erstjährige U 17 etwas zu erreichen ist das nicht so einfach."
4. Was wird aus der Heimat Stollberg / Erzgebirge?
    "Stollberg ist und bleibt meine Heimat. Ich gehe nur in Mülheim zur Schule und trainiere dort, doch ich bleibe hoffe ich vorerst Sachsenangehörige, denn das ist mein Wunsch."
5. Wie lange trainiert man für diese Erfolge (in Jahren und wöchentlich wie viel Stunden?)
    "Ich spiele schon seit meinem 7. Lebensjahr Badminton. Zurzeit habe ich 3-mal Individualtraining und 2-mal Fitnesstraining. Auf der Sportschule habe ich dann in der Woche wahrscheinlich zweimal drei Einheiten und dreimal zwei Einheiten."
6. Wochentraining (wie aufgeteilt?)
    "Montag und Mittwoch: Fitness mit Personal Trainer
    Dienstag, Donnerstag, Freitag: Individual Badmintontrainin"
7. Wird auch psychologisch trainiert? Situation: Stand 19:19 / Analyse / Schwächen des Gegners?
    "Psychologisches Training habe ich keins aber ich glaube das würde mir ganz gut tun mal ein paar Einheiten zu haben. Trotzdem schaue ich mir hin und wieder mal Videos von der Weltspitze an oder auch von mir selber."
8. Wer trainiert Dich?
    "früher: Frank Weber
    heute. Maik Hänig, Marcus Gundermann, Steffen Gruner und bei DBV Lehrgängen die Bundestraine"
9. Coaching im Wettkampf (wer und wie bzw. was wird gesagt?)
    "Die Trainer weisen oft auf die Schwächen und Stärken des Gegners hin. Sie sagen welcher Ball vieleicht günstiger ist zu spielen oder welcher eher nicht so günstig ist. oft kommt auch der Hinweis Achtung deine Gegnerin ist Linkshänderin. Für mich ist mein Trainer aber auch oft eine mentale Unterstützung."
10. Jugendarbeit in Sachsen, was ist gut, was kann verbessert werden?
    "Ich finde die Jugendarbeit in Sachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern, wie NRW oder Bayern eher nicht so gut. Ich denke Gründe dafür sind das einfach Trainer fehlen, die ihr Hobby zum Beruf machen. Umso höheren Respekt haben die Trainer verdient, die trotz ihres Berufs sich so ins Badminton reinhängen und dafür ihre Freizeit opfern Badminton Begeisterten ihr Wissen zu übermitteln. Ich persönlich fände es echt cool, wenn es in Sachsen auch eine Sportschule für Badminton gäbe, denn so könnte die Trainingsqualität enorm verbessert werden und man könnte auch jeden Tag mit den Freunden vom Badminton zusammenhocken und dies würde auch die Teambildung fördern was sehr wichtig ist."
11. Was kannst Du Jugendlichen mit auf den Weg geben, die Badminton leistungsorientiert betreiben wollen?
    "Ich finde als aller erstes sollte man an dem Sport den man betreibt nie den Spaß verlieren. Doch professionelles Verhalten gehört auch dazu, also das bedeutet das man nicht immer auf jeder Party rumtanzen kann. Man muss auch auf bestimmte Dinge verzichten können. Ich treffe mich z. B. fast nie mit Freunden aus meiner Klasse oder Schule, weil ich dafür leider nicht genug Zeit bleibt. Man sollte außerdem versuchen in jeder Trainingseinheit 100 % zu geben und immer voll konzentriert zu sein auf das was man gerade macht. Ernährung spielt auch eine große Rolle. Man kann alles essen und sollte das auch tun nur nicht immer zu den Fastfoodketten aller zwei Tage, denn das ist nicht gut für den Körper. so kann er keine volle Leistung bringen."
12. Was sind Deine nächsten sportlichen Ziele?
    "Mein größtes Ziel:
    bei einer Weltmeisterschaft teilnehmen und einmal bei Olympia dabei zu sein"


DANKE, Annika für die Beantwortung der Fragen, wir wünschen Dir alles Gute für Dein Vorhaben, auf Unterstützung des BVS kannst Du zählen, Dir eine verletzungsfreie Zeit.
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 25. März 2014 um 20:13 Uhr
 
  

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Ehrenamtliche Verstärkung gesucht



„Ein Badmintonspieler sollte verfügen
  • über die Ausdauer eines Marathonläufers,
  • die Schnelligkeit eines Sprinters,
  • die Sprungkraft eines Hochspringers,
  • die Armkraft eines Speerwerfers,
  • die Schlagstärke eines Schmiedes,
  • die Gewandtheit einer Artistin,
  • die Reaktionsfähigkeit eines Fechters,
  • die Konzentrationsfähigkeit eines Schachspielers,
  • die Menschenkenntnis eines Staubsaugervertreters,
  • die psychische Härte eines Arktisforschers,
  • die Nervenstärke eines Sprengmeisters,
  • die Rücksichtslosigkeit eines Kolonialherren,
  • die Besessenheit eines Bergsteigers
  • sowie über die Intuition und Phantasie eines Künstlers.


  • Weil diese Eigenschaften so selten in einer Person versammelt sind,
    gibt es so wenig gute Badmintonspieler.“

    – Martin Knupp: Yonex-Badminton-Jahrbuch 1986 –
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