How do I become a coach? - Chapter I: Erstes Lehrgangswochenende zur Badminton-Trainerlizenz C in Stollberg und Niederwürschnitz (22.–23.11.2025)
Wir – zwei langjährige Hobbyspieler, die dachten, sie hätten Badminton inzwischen ausreichend verstanden – wurden an diesem Wochenende eines Besseren belehrt. Unter der Anleitung der beiden Trainer Pit und Konstantin durften wir unseren Lieblingssport noch einmal völlig neu entdecken. Und zwar mit Muskelkater in Regionen, von denen wir bis dahin nicht einmal sicher wussten, dass sie existieren.
Der Samstagmorgen begann erstmal harmlos. Eine kleine Vorstellungsrunde, ein bisschen Einspielen, ein paar lockere Laufübungen … dachten wir. Doch dann fiel das Wort „Sidestep" – und wir merkten, wie schnell so eine seitliche Bewegung aussehen kann, wenn man sie elegant ausführt. Bei uns sah das eher aus wie zwei Pinguine auf Glatteis, aber Pit blieb geduldig und versicherte uns, dass das schon „ganz gut" sei. Ein Trainerkompliment – wir nahmen es dankbar an.
Kurz darauf folgte der mysteriöse „Hipstep", von dem wir bis dahin nicht wussten, ob es sich um eine Badmintontechnik oder einen neuen Tanzstil handelte. Wahrscheinlich beides. Jedenfalls fühlte es sich so an, als würden Hüfte und Füße erstmal getrennt miteinander verhandeln müssen, bevor sie zusammenarbeiteten. Konstantin führte es elegant vor, wir führten es ... nun ja ... weniger elegant nach. Aber wir hatten Spaß.
Technisch wurde es dann richtig spannend: Wir übten den Umsprung, Clear, Drop, Drive, Push und natürlich den geliebten Smash. Wobei „geliebt" bei uns eher bedeutet: Wir lieben die Vorstellung, ihn zu beherrschen. Die Realität zeigte: Der Smash ist wie ein störrischer Hund – er kommt nur, wenn er will. Aber spätestens nach der zehnten Wiederholung klappte es dann doch.
Trotz der körperlichen Anstrengung war es vor allem geistig eine Bereicherung: Wir verstanden plötzlich das „Warum" hinter vielen Schlägen, entdeckten Zusammenhänge, die wir all die Jahre übersehen hatten, und merkten, wie viel mehr Badminton ist als nur „Ball über Netz und nicht ins Aus". Technik, Taktik, Fußarbeit, Pädagogik – alles erhielt einen neuen Stellenwert. Der Sonntag rundete das Ganze mit Theorie, Übungen zur Trainingsplanung und natürlich weiteren Versuchen, Sidestep und Hipstep wie echte Trainer aussehen zu lassen, wunderbar ab.
Am Ende des Wochenendes standen wir erschöpft, verschwitzt, aber glücklich in der Halle.
Wir waren körperlich wie geistig gefordert – und haben unseren geliebten Sport wirklich neu entdeckt. Wenn das erst der Anfang der Trainerlizenz C ist, freuen wir uns schon auf alles, was noch kommt.
Im Übrigen: Schreibtisch, Stuhl, Beamer & Co. waren in den ersten Stunden nicht in Sicht.
Romy & Stephan
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